Wulf Dorn – Die Kinder [Rezension]

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Titel: Die Kinder
Autor: Wulf Dorn
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: 04.09.2017
Verlag: Heyne
Seiten: 320
erhältlich als: Broschur, E-Book
erhältlich hier: Klick
„Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.“ [Quelle: klick]
Das Cover fand ich zu Beginn nicht so super gelungen weil es mir zu schlicht war. Aber jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, muss ich sagen, dass es doch recht passend ist. Die Kinder, die sich an den Händen fassen, hätten den Inhalt nicht besser wiederspiegeln können! Trotzdem finde ich es als Cover nicht schön, muss aber auch nicht sein weil ja der Inhalt alleine zählt.
Wulf Dorn Die Kinder Rezension Cover Heyne Verlag Thriller
Noch bevor der zweite Signalton für die Kurzmitteilung verstummt war, hatte sich Patrick Landers bereits das Handy gegriffen!
Patrick ist nach einigen seltsamen Vorkommnissen verzweifelt und sucht seine Ex-Frau Su. Bei seiner Suche stößt er bei einer Fahrt durch das schlimmste Unwetter auf ein Auto mit einer anderen Frau als Fahrerin, die aber die Kontrolle über ebendieses Auto vollkommen verloren hat und dringend Hilfe braucht. Die Frau ist Laura Schrader, die Schwester von Patricks Ex-Frau. Und was er in ihrem Kofferraum findet, gleicht einem Albtraum: Patricks kleine Tochter Mia, tot.
Wie ist es zu dieser Situation gekommen? Die Rekonstruktion der schrecklichen Ereignisse findet in „Die Kinder“ in einem Gespräch zwischen dem Psychologen Robert und Laura statt. Laura versucht dem Mann zu erklären, dass sich in der letzten Zeit die Kinder in ihrer Umgebung seltsam verhalten und alles aus den Fugen gerät. So auch die kleine Mia, die immer apathischer wurde und so ihrer Mutter Su die schlimmsten Sorgen bereitet hat.
Aber was steckt hinter diesem seltsamen Verhalten? Und warum ist plötzlich ein ganzes Dorf leer? Wo sind alle Bewohner hin?
Eine mysteriöse Geschichte, die einem die Sprache verschlägt, nimmt ihren Lauf.

Wulf Dorn ist ein Meister auf seinem Gebiet. Wenn es nach mir geht schreibt niemand bessere Psycho-Thriller als er und das hat er meiner Meinung nach auch wieder in „Die Kinder“ bewiesen. Dieser Thriller hat seinen Namen wahrlich verdient denn er ist wahnsinnig spannend und legt ein irres Tempo vor.

Die Ereignisse wirken zunächst eher harmlos und man fragt sich an einigen Stellen, wie die Handlungsstränge zusammenführen werden. Zwischen den Kapiteln gibt es immer wieder Einblicke in Situationen überall auf der Welt verstreut, in denen Kinder eine große Rolle spielen, und diese Szenen lassen die Spannung und die Verwirrung noch größer werden.

 

„Alles in der Welt hatte zwei Gesichter, und hinter allem Guten verbarg sich stets auch etwas Böses.“ – Seite 102

 

Je weiter die Handlung voranschreitet, desto klarer wird auch die Auflösung des Ganzen. Trotzdem gibt es gegen Ende noch ein paar Wendungen, mit denen ich absolut nicht gerechnet habe und die richtig einschlagen! Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen und musste wissen, wie es weitergeht. Wenn ein Thriller mich richtig überrascht, dann ist der meist von Wulf Dorn geschrieben und auch hier hat er das mal wieder gut geschafft.

Mein Freund sagte, als ich ihm was über das Buch erzählt habe: „Da bekomm ich ja schon vom zuhören Albträume!“ 🙂

Mit „Die Kinder“ schlägt Wulf eine etwas andere und für ihn neue Richtung ein. Das kann ich aber nicht weiter erklären ohne zu spoilern, lasst euch einfach überraschen.

Ich muss sagen, dass dieses Buch bestimmt nicht für jeden geeignet ist. Viele Frauen, die ich kenne, haben ein Problem mit Gewalt in Büchern, in die Kinder verwickelt sind, und wenn das bei dir auch der Fall sein sollte, dann lies dieses Buch lieber nicht. Auch für Schwangere ist es vielleicht nicht das Richtige, ich war beim lesen immer ganz froh, nicht schwanger zu sein. Wer das Buch schon gelesen hat, weiß bestimmt sofort was ich meine.

Ich bin sehr froh, dieses Buch gelesen zu haben denn es hat mich aus meiner Thriller-Flaute befreit.

Am meisten überzeugt hat mich dann auch noch die starke Gesellschaftskritik, die Wulf Dorn hier sehr geschickt anbringt. Wenn man das Buch weglegt, kann man auf jeden Fall nicht anders als über einige Szenen noch mal genau nachzudenken.

„Die Kinder“ hat alles, was ein guter Thriller braucht: Spannung pur, unerwartete Wendungen, Verwirrung, etwas Blut aber nicht zu viel und zu guter Letzt eine Handlung, die so noch nicht da gewesen ist.

Deswegen vergebe ich gerne 5 von 5 Sternen.

Wulf Dorn, Jahrgang 1969, schreibt seit seinem zwölften Lebensjahr. Seine Kurzgeschichten erschienen in Anthologien und Zeitschriften und wurden mehrfach ausgezeichnet. Die Faszination für das Unheimliche und Geheimnisvolle führte ihn zunächst in das Horror-Genre, ehe er die Spannbreite des Thrillers für sich entdeckte. Sein 2009 erschienener Debütroman Trigger wurde ein internationaler Bestseller. Auch seine weiteren Romane sind inzwischen in zahlreiche Sprachen übersetzt. Dorn war zwanzig Jahre in einer psychiatrischen Klinik tätig. Dort schulte er zunächst als Arbeitstrainer Patienten in Büroberufen, ehe er in die psychiatrische Versorgungsforschung wechselte und an einem EU-Projekt zur beruflichen Reintegration mitwirkte. Danach vermittelte er als Jobcoach psychisch kranke Menschen ins Berufsleben. Diese Begegnungen mit menschlichen Schicksalen und Dorns Interesse an psychischen Phänomenen spiegeln sich in vielen seiner Geschichten wider.

 

Hier gehts zur Leseprobe!

 

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, noch vor dem Erscheinungstag! 🙂 

 

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