A. J. Betts – Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe [Hörbuch-Rezension]

Titel: Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe
Autor: A. J. Betts
Erschienen: 25.09.2014
Verlag: Argon Hörbuch Verlag | Sauerländer audio
Länge: 5:46 Stunden
Sprecher: Florian Lukas und Inka Löwendorf
Reihe: nein

„Das Letzte, was Zac im Nebenzimmer erwartet hätte, wäre ein Mädchen wie
Mia gewesen – wild und streitsüchtig, mit einem fragwürdigen
Musikgeschmack. Im echten Leben würde sich Zac wohl kaum mit ihr
anfreunden. Doch hier auf der Krebsstation im Krankenhaus herrschen
eigene Gesetze. Und was mit zaghaften Klopfzeichen an der Wand beginnt,
endet mit einer Freundschaft, die beiden das gibt, was sie in ihrer
momentanen Situation so sehr brauchen …
Voller Einfühlungsvermögen und mit einer großen Portion Humor erzählt A.
J. Betts eine hinreißende und ermutigende Freundschaftsgeschichte in
den Stunden größter Verzweiflung. Ein Hörbuch, das tief ins Herz trifft.“ [Quelle: klick

 
Das Hörbuch-Cover ist genau so wie das normale Buch-Cover. Beides ist schlicht gehalten und gefällt mir sehr sehr gut. Ich mag die etwas krakelige Schriftart und dass es aussieht als wäre das Cover aus Papier. Einfach schön, es wirkt irgendwie so zerbrechlich.
 

Zac liegt wegen seiner Leukämie im Krankenhaus, wo er sich mit seiner Mutter Tag ein Tag aus langweilt und hofft, dass sein neues Rückenmark anwächst und es ihm besser geht. Sein Leben ist nun das ewige Warten darauf, dass alles wieder gut wird. Zacs Mutter versucht ihn abzulenken doch das gelingt natürlich nicht immer. 

Als im Nebenzimmer ein junges Mädchen einzieht, ändert sich Zacs Leben schleichend. Denn Mia ist ganz anders als alle anderen Patienten. Sie ist laut und wild, hört stundenlang den selben Lady Gaga Song und bringt Zac damit zur Weißglut. Doch sie rüttelt ihn auch wach, innerlich. 

Zac und Mia beginnen ihre Freundschaft mit einem Klopfen an der Wand, denn Zac darf durch seine Behandlung nicht das Zimmer im Krankenhaus verlassen. Ganz langsam und schüchtern beginnt sich etwas zwischen den beiden zu entwickeln. 

„Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ wird ja oft mit John Greens „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ verglichen und das kann ich nun auch gut nachvollziehen weil beide Bücher einfach schön und zugleich tieftraurig sind und mitten ins Herz gehen. 

Zac und Mia nähern sich nur vorsichtig und langsam an aber dabei entsteht ein Sog zwischen den beiden, sie kommen nicht voneinander los. Mia kommt mit ihrer Diagnose lange überhaupt nicht zurecht und Zac versucht sie immer an das Positive zu erinnern, vor allem an ihre große Chance zu überleben. Währenddessen kämpft Zac jedoch um sein eigenes Leben. Und obwohl Zac die wesentlich schlechteren Prognosen hat und es ihm auch sehr schlecht geht, ist er dennoch der Starke in dieser Beziehung. 

Mia versucht vor ihrer Krankheit wegzulaufen, was ihr natürlich nicht gelingt. Ihr innerer Kampf mit sich selbst und mit ihrem Schicksal ist tragisch und man hofft die ganze Zeit auf ein gutes Ende, ist sich aber bis zuletzt nicht so richtig sicher ob es das auch geben kann. 

Ich bin wirklich begeistert von dieser Geschichte, die mich sehr berührt hat. 

Die Sprecher des Hörbuchs, Florian Lukas und Inka Löwendorf, sind wirklich sehr gut gewählt, sie vermitteln die Emotionen dieses Buchs mit viel Fingerspitzengefühl und ich fand ihre Stimmen für Zac und Mia auch sehr passend. 

Von mir aus hätte das Hörbuch auch noch 5 Stunden länger sein können, ich hätte definitiv nicht die Lust daran verloren! 

Ich kann euch Zac und Mia sehr ans Herz legen und werde bestimmt früher oder später auch noch mal das Buch lesen weil es so schön war. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.



Hier gelangt ihr zur kostenlosen Hörprobe: Klick
Florian Lukas
Florian Lukas wurde mit Filmen wie Good Bye, Lenin!, Liegen lernen, Kammerflimmern und der Serie Weissensee zum Publikumsliebling. Zuletzt brillierte er in der schrägen Kinokomödie Grand Budapest Hotel. Für sein außergewöhnliches Talent wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 

Inka Löwendorf
Inka
Löwendorf arbeitete unter anderem am Schauspielhaus Wien, am
Staatstheater Mainz sowie am Berliner Ensemble und ist seit 2007 festes
Ensemblemitglied der Volksbühne Berlin. Im gleichen Jahr gründete sie
den Heimathafen Neukölln, wo sie seither in der künstlerischen Leitung
tätig ist – wenn sie nicht gerade in Stücken wie Die Rixdorfer Perlen oder ArabQueen selbst auf der Bühne steht.

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