Wie du dein Leben ruinierst – oder eben auch nicht!

Durch einen lieben Menschen in meiner Timeline bei Facebook bin ich über einen wahnsinnig tollen Artikel in der Huffington Post gestolpert, der da heißt „Wie du dein Leben ruinierst“.

Darin geht es in der Essenz darum, dass wir Menschen dazu neigen, uns von negativen Gedanken und Erlebnissen so sehr beeinflussen zu lassen, dass es automatisch unser Wohlbefinden im Hier und Jetzt sowie auch unsere Zukunft beeinträchtigt.

 

Du ruinierst dein Leben, wenn du dich selbst mit anderen vergleichst. Die Zahl deiner Instagram-Follower steigert oder schmälert deinen Wert als Mensch in keinster Weise. Das Geld auf der Bank beeinflusst weder dein Mitgefühl, deine Intelligenz oder dein Glück.“

 

Man kann sich immer auf zwei Arten mit anderen Menschen vergleichen: auf eine positive und auf eine negative. Ich versuche seit einiger Zeit, meinen Blickwinkel im Leben positiver auszurichten und mich nicht mehr so sehr von negativen Einflüssen berühren zu lassen.

Wenn die Kollegin schlechte Laune hat, heißt das nicht dass ich schlechte Laune haben muss. Ich muss mich nicht mit den Stimmungsschwankungen anderer belasten. Probleme, die ich lösen kann oder die wenigstens reale Probleme sind, die kann ich schon ernst nehmen. Die kann ich auch versuchen zu lösen oder ich kann auf andere Art eine Stütze sein.

Aber Probleme, die nur aus schlechter Laune resultieren, sind keine Probleme.

Schlechte Laune kann man ganz einfach abschütteln – wenn man das will.

 

„Wenn du jedem negativen Ereignis in deinem Leben die Erlaubnis gibst, zu definieren, wie du dich selbst siehst, wirst du die ganze Welt nur negativ sehen. […] Das ist eine zyklische, sich selbst bewahrheitende Prophezeiung. Wenn du dir nicht selbst erlaubst, die Vergangenheit loszulassen mit ihren Ereignissen, Worten und Gefühlen, wirst du deine Zukunft dadurch verschleiert sehen – und nichts wird diesen Bann brechen können. Du wirst dadurch nur ein Bild von dir, das es gar nicht geben sollte, rechtfertigen, nähren und am Leben halten.“

 

Ich habe die Beobachtung gemacht, dass ein paar Menschen in meinem Umfeld gerne schlechte Laune haben. Sie scheinen eine Art Befriedigung daraus zu ziehen, sich über etwas aufzuregen.

Das ist ja auch okay, das ist deren Entscheidung. Aber ich möchte so nicht leben und schüttle das ab.

Doch wie macht man das? Dafür gibt es sicher kein Erfolgsrezept oder die eine Anleitung zum Glücklichsein und das ist mit Sicherheit auch immer abhängig von deiner momentanen Verfassung und Situation. Aber für mich hab ich ein paar Punkte herausgearbeitet, die mir mein Leben einfacher machen.

Ich beschließe morgens aktiv, dass ich gute Laune habe.
Hört sich vielleicht blöd an, aber probiert es einfach mal aus, es hilft. Auf dem Weg zur Arbeit höre ich Musik, die ich gerne mag oder ich höre einen inspirierenden oder einfach nur unterhaltsamen Podcast und ich freue mich darüber, dass ich die Möglichkeit dazu habe. Dass ich mein Auto habe, in dem ich alleine bin morgens und mitsingen kann oder auch einfach nur nicht neben einem schlecht gelaunten Menschen sitzen muss.

Perfekt ist es dann noch, wenn die Sonne scheint. Gerade jetzt, wo es langsam wieder heller und wärmer wird, ist das ein super großer Gute-Laune-Faktor für mich!
Ich freue mich über die Sonnenstrahlen, über schöne Details und schon ist meine Sicht ein bisschen weiter in den grünen Bereich gerückt.

Ich mache mir bewusst, was im Nachhinein wirklich wichtig ist.
In dem grandiosen Podcast „Meditation, Coaching & Life“ von Michael Kurth – besser bekannt als Rapper Curse – habe ich schon viele schöne Denkanstöße bekommen, die auch zu diesem Thema passen. Er stellt z.B. ein Gedankenexperiment vor, in dem man sich vorstellen soll, man säße in einem Schaukelstuhl oder ähnlichem und sei uralt. Man ist alt und blickt auf sein Leben zurück und dabei soll man sich bewusst machen, wie sein Leben verlaufen ist. An welchen Weggabelungen man sich für welche Richtung entschieden hat und warum und welche Punkte im Leben rückblickend wichtig erscheinen – und welche eben nicht.

Dieses Experiment zeigt auf, dass der alltägliche Stress, dem man sich aussetzt, in der Retrospektive unwichtig ist. Das relativiert schlagartig einige Dinge, über die man sich in der Gegenwart Sorgen machen könnte.

Ich mache mich selbst zu jemandem, der positiv für andere ist.
Das ist der schwierigste Teil. Der Grundsatz des Karmas ist, dass man das zurückerhält, was man aussendet. Das erscheint mir plausibel und deswegen versuche ich, zu den Menschen, die ich mag, nett zu sein. Ich versuche auch zu Menschen, die ich auf der Straße treffe, nett zu sein damit sie ein gutes Gefühl haben. Ich bin nett zur Kassiererin und halte der Oma die Tür auf oder helfe der jungen Frau mit dem Kinderwagen die Treppen hoch. Wenn ich sowas mache dann aus Reflex und das sollte genau der richtige Weg sein.

 

Du ruinierst dein Leben, indem du dich selbst unangreifbar machst. Wir haben alle Angst, zu viel zu sagen, zu viel zu fühlen, Menschen zu zeigen, wie viel sie uns bedeuten. Aber liebevoll ist kein Synonym für verrückt. Auszudrücken, wie wichtig dir jemand ist, macht dich verletzbar. Das ist einfach so.

Dennoch ist das nichts, wofür du dich schämen solltest. Es liegt etwas atemberaubend Schönes in den kleinen magischen Momenten, wenn du ehrlich zu denen bist, die dir am Herzen liegen.“

Zu Menschen, die man nicht so sehr mag, auch freundlich zu sein ist jedoch schwer. Da bin ich definitiv noch lange nicht so weit in meiner Persönlichkeitsentwicklung, wie ich gerne wäre.

Was ich aber kann ist, ehrlich sein. Im Guten. Wenn ich etwas besonders schön finde oder jemand etwas in meinen Augen besonders gut gemacht hat, dann versuche ich das immer zu sagen. Wenn jemand etwas Unschönes gemacht hat, kann ich das bisher noch nicht so wie ich es gerne würde. Meist fresse ich hier noch zu viel in mich hinein.

Aber dass eine positive Ausstrahlung zu positiven Rückmeldungen führt, hat mir auch mein gestriges Erlebnis auf der Arbeit gezeigt.

Ich habe heute viel geschrieben, zu diesem Thema, und doch viel zu wenig gesagt. Ich könnte noch viele weitere Posts wie diesen schreiben und wenn mir mal danach ist, werde ich das auch tun. Ich gebe euch zurück, was ich als Input erhalte. Gefiltert durch meine Gedanken und Erlebnisse. Und vielleicht kann ich ja in einer gewissen Zeit auf diesen Post zurückblicken und sagen: „Ja, jetzt schaff ich das viel besser.“.

 

Weiterführende Links zu meinen Gedanken:
Curse Podcast Episode 2
Lebensrückblicksmethode
Why worry?

 

 

 

 

4 thoughts on “Wie du dein Leben ruinierst – oder eben auch nicht!

  1. Liebe Johanna,
    ein ganz ganz toller Beitrag! Ich finde es schön, dass du dich mit diesem Thema auseinander gesetzt hast, wobei ich in dir sowieso einen unheimlich positiven Mensch sehe, mit dem ich gern Zeit verbringe, der mich ansteckt und mitreißen kann. Ich hoffe, dass dieser Artikel viele Leserinnen und Leser inspiriert.
    Viele liebe Grüße
    Anka

    1. Ach meine liebe Anka, ich danke dir! Was für schöne Worte ♥ Da schlägt mein Herz gleich höher.

      Diese Komplimente kann ich dir nur zurückgeben. Du bist so mitreißend und fröhlich, dass ich mich einfach jetzt schon riesig freue dich bald wiederzusehen! Leipzip, ja?

      Ich drück dich meine Liebe!!

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