reisen: Berlin | Teil 1: schlafen und Kultur

Berlin ist eine meiner liebsten Städte und in Deutschland bisher meine absolute Lieblingsstadt. Mindestens ein Mal im Jahr zieht es mich dort hin, wenn ich es schaffe gerne auch öfter. Besonders im Sommer ist die Stadt einfach eine ganz eigene Welt für sich und ich bin sehr gern ein Teil davon – wenn ich wohl auch nie dort leben werde, so doch wenigstens als Tourist. 
Im Laufe der Zeit habe ich ein paar Plätze dort besucht und für mich entdeckt, die ich gerne hier mit euch teilen möchte. Ich bin mir sicher, dass das meiste sowieso in jedem Reiseführer zu finden ist aber das hindert mich nicht daran, meine persönlichen Erfahrungen mit euch zu teilen und vielleicht kann sich der ein oder andere Reisebegeisterte unter euch ja auch noch einen Tipp holen, wer weiß. 🙂

Heute gibts Teil 1 meiner Reiseimpressionen. Weil ich so viel zu erzählen habe, werde ich meinen kleinen „Stadtführer“ in mehrere Teile splitten und heute beginnen wir mit Tipps zu Hotels und Kultur, wenngleich mein Post natürlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhebt 😉

Mein ständiges Go-to-Hostel ist und bleibt das Three Little Pigs. Dort war ich jetzt schon häufig und würde auch immer wieder dort eine Nacht (oder mehrere…) buchen. 
Das Three Little Pigs liegt sehr zentral gelegen in der Nähe des Potsdamer Platzes bzw. dem ehemaligen Anhalter Bahnhof und ist deswegen ein optimaler Ausgangspunkt für alle möglichen Aktivitäten. Für 6 € kann man sich morgens spontan das Frühstücksbuffet dazubuchen und zahlt es einfach bar wenn man sich einen Teller holt.

Da es ein Hostel ist, ist das Three Little Pigs auf junge Leute ausgelegt und bietet Billard-Tische, Kicker, einen großen Aufenthaltsbereich und im obersten Stockwerk eine Küche zur Selbstverpflegung. Dort ist es mir auch noch nie passiert, dass jemand meine Sachen aus dem Kühlschrank geklaut hat oder ähnliches, kann ich also wirklich empfehlen.
Dass das Three Little Pigs 1907 mal als eine Kirche gebaut wurde, sieht man ihm immer noch an und das verleiht dem Hostel meiner Meinung nach einen besonderen Charme.

Ihr findet dort Einzel-, Doppel- und auch Mehrbettzimmer, für jeden ist das passende dabei.

Adresse: Stresemannstr. 66 | Mitte
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Preise: Doppelzimmer ab 31 € pro Nacht*
Haltestellen in der Nähe: Potsdamer Platz, Anhalter Bahnhof, Möckernbrücke

/ Die Fotos sind alle © Three Little Pigs

Wer es lieber etwas außergewöhnlicher mag der sollte der Propeller Island City Lodge mal einen Besuch abstatten. Die City Lodge zeichnet sich durch sehr einzigartige Zimmer aus, die besonders für Fotoshootings sehr beliebt sind – aber Achtung: Fotoshootings sind nur nach vorheriger Genehmigung erlaubt! 
Jedes der derzeit ca 40 Zimmer hat ein eigenes wirklich ausgefallenes Design und die Auswahl des Zimmers fällt echt schwer. Das Hotel bezeichnet sich selbst sehr treffend als „Gesamtkunstwerk“.
Mein Freund und ich haben uns das Zimmer „4 Beams“ ausgesucht (Hier gehts zu den einzelnen Zimmerfotos) und haben nicht schlecht gestaunt, als wir den Raum betraten. 

Für 7 € extra gibts Frühstück wenn man will, ohne Frühstück bekommt man morgens aber auch einen Kaffee aufs Haus. 
Check in und check out sind bequem bis 12 Uhr machbar, der Check in auf Wunsch auch später. 
Der Preis ist im Vergleich nicht ganz günstig aber das war das Erlebnis dann doch irgendwie wert. Ab der 3. Nacht kann man übrigens kostenlos das Zimmer wechseln, wie man will, vorher kostet es einen geringen Aufpreis.
Adresse: Albrecht-Achilles-Str. 58 | Charlottenburg
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Preise: 69,- € bis 190,- € pro Nacht | für jede weitere Person 15,- € extra | unser Zimmer hat 130,- € gekostet*
Haltestellen in der Nähe: Adenauerplatz

 / Foto © DDR Museum

Das DDR Museum ist ein netter Zeitvertreib und auch interessant, leider aber auch sehr überlaufen und voll von meist amerikanischen Touristen. Ich hab mich sehr geärgert das Geld ausgegeben zu haben weil es einfach SO voll war, dass man sich nicht alles angucken, geschweige denn durchlesen oder anfassen, konnte. Wenn man Zeit hat und an einem Wochentag dorthin gehen kann dann ist es aber sicherlich einen Besuch wert. Besonders schön fand ich, dass man viele Ausstellungsstücke auch anfassen und ausprobieren kann. Es ist alles relativ interaktiv, was es bestimmt auch für Kinder zu einem interessanten Besuchsziel macht.
Adresse: Karl-Liebknecht-Str. 1 | gegenüber dem Berliner Dom
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Preis: 7 € normal, ermäßigt und online günstiger
Haltestellen in der Nähe: Hackescher Markt

Definitiv sollte man sich mit Anne Franks Geschichte mal auseinandergesetzt haben. Ich habe vor Jahren ihr Tagebuch gelesen (sogar freiwillig und nicht in der Schule) und finde das Anne Frank Zentrum sehr interessant. 
Anhand einer Zeitreihe kann man die Entwicklung der Judenverfolgung zu jedem Zeitpunkt in Annes Leben nachvollziehen. Dabei muss man sich aber konzentrieren um nicht den Überblick zu verlieren denn die beiden Zeitstränge sind auf sich gegenüberliegenden Wänden dargestellt, sodass man immer hin und her gehen muss/kann. Wenn es sehr voll ist ist diese Darstellungsweise bestimmt nicht praktisch weil man dann eventuell nicht alles lesen kann. Wir hatten das Glück, dass es nicht so voll war, und so 


Das Anne Frank Zentrum ist meiner Meinung nach ein absolutes Must-See.
Adresse: Rosenthaler Str. 39 | Mitte
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Preis: 5 €
Haltestellen: Hackerscher Markt

Ich gebe zu: Das Museum der Dinge wollte ich nur sehen weil ich den Namen so witzig fand. Was sich dahinter verbirgt war mir gar nicht so genau klar doch ich kann euch sagen: Der Besuch hat sich gelohnt. 
In seeehr langen Vitrinen sind unzählige Produkte aus Ost und West ausgestellt, die wirklich alle Bereiche des Lebens wiederspiegeln. Ich bin mir sicher, dass man bei jedem Besuch Dinge entdeckt, die man vorher noch nicht gesehen hat. Die Fülle an Eindrücken kann aber auch zu einem Overdose führen, nur so als kleine Warnung 😉 Meine Empfehlung: bequeme Schuhe und ganz viel Zeit mitnehmen und dann alles langsam ansehen und am besten in Erinnerungen schwelgen.

Adresse: Oranienstr. 25 | Kreuzberg
Homepage: klick
Preis: 6 €
Haltestellen: Kottbusser Tor | Görlitzer Bahnhof

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Schaut unbedingt auch bei meinem Liebsten vorbei, er hat unsere Tage in Berlin wunderbar zusammengefasst und kann euch mit ergänzenden Tipps und Infos versorgen! 🙂

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