Lauren Oliver – Panic [Rezension]



Titel: Panic – Wer Angst hat, ist raus
Autor:  Lauren Oliver
Genre: Jugendbuch
Erschienen: 21.11.2014
Verlag: Carlsen
Seiten: 368
erhältlich als: Hardcover, eBook
Reihe: nein

„Heather hatte nie vor, an dem verbotenen Spiel für Schulabgänger teilzunehmen. Denn der Gewinn ist zwar hoch, aber der Einsatz auch, und sie ist keine Kämpferin. Doch schnell wird ihr klar, dass es nur den richtigen Grund braucht, um dabei sein zu wollen. Und dass Mut auch eine Frage von Notwendigkeit ist.
Dodge war sich immer sicher, dass er bei Panic mitmachen würde. Er hat keine Angst, denn es gibt ein Geheimnis, das ihn durchs Spiel pushen wird. Aber um zu gewinnen, muss man auch seine Gegner kennen.“ [Quelle:klick

Das Cover finde ich sehr passend und ich muss echt sagen, dass mir der Mädchen Kopf im Hintergrund erst aufgefallen ist, als ich das Buch schon angefangen hatte zu lesen, also ziemlich spät. Als ich es aber gesehen hatte fand ich das Cover noch passender. 

Das Wasser war so kalt, dass es Heather den Atem raubte, als sie sich zwischen den Jugendlichen hindurchdrängte, die den Strand bevölkerten und im seichten Wasser standen, jubelnd Handtücher und selbst gebastelte Schilder schwenkten und die übrigen Spieler anfeuerten.

Heather wollte eigentlich nur ihre beste Freundin Nat anfeuern, die bei dem legendären Spiel Panic mitmachen will. Panic ist ein Spiel, bei dem nur einer gewinnen kann und der Hauptpreis ist eine Menge Geld, gesammelt von allen Schülern. Die Schüler der Abschlussklasse können teilnehmen, müssen sich aber darüber bewusst sein, dass Panic unter Umständen ein Spiel auf Leben und Tod sein kann. 

Heather entscheidet sich spontan dazu, auch am Spiel teilzunehmen und tritt somit gegen ihre beste Freundin und ihre eigenen Ängste an. Doch was diese Entscheidung alles nach sich zieht hätten weder Heather noch Nat je vermutet und auch Heathers bester Freund Bishop und der unscheinbare Aussenseiter Dodge verfolgen ihre ganz eigenen Ziele, die sich nach und nach immer mehr miteinander verflechten.

„Panic“ hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen und erinnerte mich wieder daran, wieso ich Lauren Oliver so gerne mag: Ihr Schreibstil ist einfach mitreißend und sie hat das Talent, Orte und Situationen so gut zu beschreiben, dass ich das Gefühl habe mitten drin zu sein. Mit den Charakteren konnte ich sehr gut mitfühlen, vor allem Heather und ihre Familiensituation fand ich fesselnd und ich wollte unbedingt wissen, was mit ihr geschieht. 

Die anderen Protagonisten treten hinter Heather ein Wenig zurück, sind aber dennoch gut ausgearbeitet und jeder einzelne von ihnen hat mit sehr persönlichen Problemen zu kämpfen und geht ganz anders mit ihnen um. 

Heather wandte erneut den Blick ab. „Woher weiß ich, dass ich dir vertrauen kann?“, fragte sie schließlich.

„Darin besteht doch gerade Vertrauen.“ Er zerbiss einen Eiswürfel. „Dass man es nicht weiß.“ – Seite 325

Die Protagonisten sind meiner Meinung nach alle gut ausgearbeitet, einzig über Bishop hätte ich mir doch noch mehr Infos gewünscht da ich denke die Figur hätte mehr Tiefgang zu bieten gehabt. 

Die Idee des Spiels Panic hat mich sofort gepackt, ich war wahnsinnig gespannt wie die einzelnen Runden ablaufen und wer am Ende gewinnen würde. 

Realistisch sind die Entwicklungen zum Teil jedoch leider nicht zu 100% und ich hab mir an einigen Stellen gedacht, dass Panic in der echten Welt nicht stattfinden würde weil die Polizei und auch die Eltern oder Lehrer da mit Sicherheit einen Riegel vorschieben würden. Vor allem wenn man davon ausgeht, dass dieses Spiel jedes Jahr stattfinden würde. 

Der Mut bestand darin, weiterzumachen, egal was geschah. Irgendwann würde sie vielleicht wieder springen müssen. 
Und sie würde es tun. Sie wusste jetzt, dass es immer Licht gab – jenseits der Dunkelheit und der Angst, außerhalb der Tiefen; es gab eine Sonne, nach der man sich recken konnte, und Luft und Raum und Freiheit. 

Es gab immer einen Weg nach oben und draußen und keinen Grund, Angst zu haben. – Seite 365

Wenn man darüber aber hinweg sehen kann dann wird man bei „Panic“ sehr gut unterhalten und hat eine spannende kurzweilige Lektüre zu erwarten, die liebenswürdige Charaktere beinhaltet und den ein oder anderen vielleicht auch zum Nachdenken anregt, darüber was im Leben wirklich zählt. Über Freundschaft, Vertrauen, Mut und Zusammenhalt. 

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Schon als Kind hat Lauren Oliver leidenschaftlich gern Bücher gelesen und dann Fortsetzungen dazu geschrieben. Irgendwann wurden daraus ihre eigenen Geschichten. Sie hat Philosophie und Literatur studiert und kurz bei einem Verlag in New York gearbeitet. Lauren Oliver lebt in Brooklyn.

Hier geht es zur Leseprobe!




Hier geht es zu weiteren Rezensionen zu Lauren Olivers Büchern: KLICK


2 Gedanken zu „Lauren Oliver – Panic [Rezension]

  1. Hallo Johanna,

    Super Rezension! Das Buch mag ich schon länger lesen und deine Rezension lockt mich zum Kauf. Das Mädchen hab ich auch erst gesehen, als auf Facebook eine Seite was dazu geschrieben hatte. Sonst wäre es mir glaub ich auch erst spät eingefallen

    Viel Spaß beim nächsten Buch und liebste Grüße
    Sara ♥

    1. Liebe Sara,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Da freue ich mich aber wenn ich dich zu diesem Buch motivieren konnte 🙂 Und ich bin erleichtert, dass offensichtlich nicht nur ich so blind war das Mädchen fast zu übersehen 😀

      Ich bin gespannt was du zu Panic sagst wenn du es lesen solltest 🙂

      Liebe Grüße,

      Johanna

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