Jo Treggiari – Ashes, Ashes [Rezension]

Titel: Ashes, Ashes
Autor: Jo Treggiari
Genre: Dystopie
Erschienen: 05.07.2011
Verlag: bloomoon | Ars Edition
Seiten: 384
erhältlich als: Hardcover, eBook
Reihe: ja, 1/?

„Tödliche Epidemien, Tsunamis und Klimakatastrophen – die sechzehnjährige
Lucy hat das Ende der Welt kommen und gehen gesehen. Als eine der
wenigen Überlebenden eines alles vernichtenden Virus versucht sie sich
in den zum Dschungel gewordenen Ruinen von New York durchzuschlagen.
Doch Lucys Welt ist voller Bedrohungen: gefährliche Diebe und
skrupellose Plünderer streifen umher. Als eine Horde wilder Hunde sie
jagt, gelangt sie ans Ende ihrer Kräfte. Doch wie aus dem Nichts taucht
Aidan auf – ein Junge, der ihr hilft, der tödlichen Meute zu entkommen
und sie überredet, sich seiner Gruppe von Überlebenden anzuschließen.
Aber
auch diese kleine Gemeinschaft wird bedroht. Und langsam beginnt Lucy
zu ahnen, dass sie selbst das Ziel der nächtlichen Überfälle ist. Etwas
an ihr scheint anders zu sein …
Doch was ist Lucys Geheimnis, das für die letzten überlebenden Menschen Bedrohung und Erlösung zugleich ist?“ [Quelle: klick

 
Das Cover finde ich ganz passend für eine Dystopie und ich mag die Schriftart gerne. In der selben Schriftart sind auch die Kapitel-Überschriften dargestellt, was ich sehr gut umgesetzt finde. Das Cover ist sehr düster und die abgebildeten Jugendlichen entsprechen auch ganz gut meiner Vorstellung von Lucy und Aidan.
Lucy beugte sich über den Kadaver. 
 

Die Menschheit wurde von einigen Wellen von schrecklichen Epidemien niedergestreckt und die Welt zerstört von Tsunamis und Erdbeben. Nichts ist mehr wie es war und die wenigsten Menschen haben überhaupt die Naturereignisse und Krankheiten überlebt. Eine davon ist Lucy.

Nachdem sie ihre ganze Familie dem Tod überlassen musste lebt sie schon über ein Jahr lang ganz alleine in der Wildnis, sorgt für sich selbst so gut sie kann und versucht durchzukommen. Mehr zufällig trifft sie auf den Jugendlichen Aidan, der offensichtlich schon lange nach ihr Ausschau gehalten hat bevor er sich zu erkennen gab. 

Aidan lebt in einer Siedlung von Überlebenden und es dauert nicht lange bis auch Lucy dort landet. Doch auch dort ist sie nicht sicher denn es kommen immer wieder sogenannte „Sweeper“, die gesunde Menschen mit sich nehmen und im Verborgenen Tests an ihnen durchführen. Und diese haben es scheinbar auch auf Lucy abgesehen. 

Ich mag Lucy als Charakter sehr gerne, sie fokussiert sich auf das Wesentliche, nämlich zu überleben. Dass dabei nicht viel Raum für große Gefühle bleibt, ist verständlich und gut umgesetzt, auch wenn ich im Verlauf der Geschichte nichts gegen mehr Tiefe bei ihr gehabt hätte. So wie es ist finde ich es aber gut und kann mich auch mit ihr identifizieren. 

Die Überlebenskämpfe, die Lucy und die anderen durchmachen müssen, haben manchmal für mich einen zu hohen Ekel-Faktor, wie als Lucy eine Schildkröte erlegen muss, aber auch das ist absolut authentisch für die Story. 

Aidan und Del kann ich nicht so wirklich durchblicken, was ich schade finde. Dels Beweggründe waren für mich bis zum Ende nicht nachvollziehbar und auch Aidan verstehe ich nicht so ganz. Am Anfang scheint er verliebt in Del zu sein, dann macht er Lucy aber immer wieder Andeutungen und man ist einfach verwirrt beim lesen, in welche Richtung das Ganze nun gehen soll. 

Die beschriebene dystopische Welt finde ich sehr treffend und erschreckend realitätsnah, ich konnte mich zu allen Zeitpunkten gut in die geschaffene Umgebung hineinversetzen.

Alles in allem ist es nicht der beste Auftakt aber er hat wirklich viel Potential und ich finde es schade, dass ich nichts zu einer Fortsetzung finden konnte. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass es sich hierbei nicht um einen Einzelband handeln kann. Oder wisst ihr da mehr? 

Ich vergebe solide 3 von 5 Sternen und hoffe es gibt bald einen Band 2. 



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Jo Treggiari wurde in London geboren. Sie verbrachte ihre Kinderheit
jedoch sowohl in Kanada, Roccasinibalda in Italien als auch
Kalifornien. Jo Treggiari arbeitete lange Zeit in der Musikbranche und
besitzt nun ihre eigene Indie-Plattenfirma. Mit dem Schreiben von
Geschichten begann sie im Alter von 8 Jahren für ihre kleine Schwester.
Oft überarbeitete sie Märchen um und gab den Prinzessinnen etwas mehr
Charakterstärke. »Ashes, Ashes« ist der erste Roman der von Jo Treggiari
ins deutsche übersetzt wurde.

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