Buchmesse Unknown Essen

Am Wochenende war ich zum ersten Mal bei der kleinen aber gemütlichen Buchmesse Unknown in Essen. Diese fand in diesem Jahr auch erst zum zweiten Mal statt, hat sich aber im Vergleich zum Vorjahr schon vergrößert, sodass sie in der wunderschönen Zeche Zollverein ihr neues Zuhause gefunden hat. 

Wie der Titel schon vermuten lässt, handelt es sich bei der Unknown Messe um eine Buchmesse, auf der relativ unbekannte Autoren und Verlage ihre Werke präsentieren können. 

50 unabhängige Autoren und Kleinverlage stellten in diesem Jahr ihre Bücher vor
Ebenso wurde zum ersten Mal auch der Unknown Buchpreis verliehen. Er ging dieses Jahr an André Biakowski und sein Buch „Obiad“. 
In sehr gemütlichen Räumlichkeiten, die sich über zwei Ebenen der Halle 2 in der Zeche Zollverein erstreckten, durften also Autoren und Verlage ihre Stände aufbauen und sich selbst an den Mann (oder die Frau) bringen. Auf langen Bänken wurde Buch neben Buch verkauft, lernten sich die Autoren und Verleger untereinander kennen und ich war mitten drin. Zwischen Büchern fühle ich mich immer wohl und die Atmosphäre war auch eine angenehme.

Ich bekam zwar massig Flyer in die Hand gedrückt – zugegeben nahm ich auch Flyer von Büchern an, die mein Interesse nicht wecken konnten, aber das ein oder andere interessante war definitiv dabei. Ich habe kleine neue Verlage kennengelernt und an einer sehr schönen Lesung von Erasmus Herold teilgenommen. 
15 Plätze vor einem Tisch: So sah eine Lesung bei der Messe aus. Putzig, oder? 
Aber selbst 15 Plätze besetzen sich nicht von alleine und bei so manch einem unbekannten Autor sah man, dass dies eine unüberwindbare Hürde war. Da gab es mehrere Autoren, die mir mehr als leid taten und ich wünsche allen, dass die nächsten Lesungen voller werden. Jeder fängt ja mal klein an und in der Fülle an Büchern ist es gar nicht so leicht, sich durchzusetzen.

Einer von denen, die es bisher schon ganz gut geschafft haben sich durchzusetzen, ist Erasmus Herold. Ich kannte ihn vom Namen bereits vorher von der lieben Alex von www.thrillertante.blogspot.de, die schon mal einen Autorenchat mit dem sehr sympathischen Autor veranstaltet hat. Wenn ihr mehr darüber wissen möchtet dann lohnt sich ein Klick und ein Blick aufs Chatprotokoll.

 Quelle: klick | Auch von der Messe selbst wurden Fotos gemacht und wir waren mit im Bild


Da Erasmus Herold auch schon vor einigen Wochen meine Facebook-Seite mit einem „gefällt mir“ versehen hatte, war ich natürlich sehr gespannt auf die Vorstellung seines neuen Buchs „Und ich richte ohne Reue“. Mit seiner Lesung, bei der er sehr schüchtern und aufgeregt wirkte, dadurch aber auch wahnsinnig sympathisch und auf dem Boden gebleiben war, konnte er mich auch wirklich überzeugen. „Und ich richte ohne Reue“ ist ein spannender Krimi, gespickt mit einer Prise Humor, ganz so wie ich es mag. Auf meine Rezi müsst ihr aber leider noch eine Weile warten.


Alles in allem war es ein schöner Besuch in der Messe-Welt, auch wenn sie noch sehr klein und unbekannt ist. Ich bin mir sicher, dass sich das in den nächsten Jahren noch wandeln wird. Die Location fand ich auch wirklich großartig, die Zeche Zollverein hat es mir sehr angetan und ich werde da demnächst das ein oder andere Shooting unterbringen.

 

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