Alana Falk – Unendlich, Seelenmagie I [Rezension]

Titel: Unendlich – Seelenmagie I
Autor: Alana Falk
Genre: Fantasy | Jugendbuch | Paranormal Romance
Erschienen: Juni 2014
Verlag: bookshouse
Seiten: 459
erhältlich als: eBook, Broschiert
Reihe: ja, Teil I/III

„Die 18-jährige Lena geht zielstrebig ihren Weg, um endlich ihrem
verhassten Heimatdorf und dem ständigen Streit mit ihrer Mutter zu
entkommen. Ein Stipendium für Chemie muss her, koste es, was es wolle.
Dass sie sich verliebt, ist nicht geplant. Schon gar nicht in den
25-jährigen Cay, der einen Kurs für die Bewerber um das Stipendium
leitet. Er teilt ihre Liebe für Chemie und kann anscheinend sogar Kupfer
in Gold verwandeln.
Cay fasziniert sie, doch Lena darf ihren
Gefühlen niemals nachgeben. Eine Beziehung würde all ihre Chancen auf
das Stipendium zerstören, und damit jede Hoffnung, ihr altes Leben
hinter sich zu lassen.
Verzweifelt wehrt sich Lena gegen ihre
Gefühle, doch Cay lässt keine Gelegenheit aus, ihr seine Zuneigung zu
zeigen. Lena ahnt nicht, warum er so hartnäckig um sie kämpft, und dass
ihre Liebe zu ihm sie so viel mehr kosten könnte als das Stipendium.
Denn Cay ist kein einfacher Student, und ihre Begegnung war kein Zufall.“ [Quelle:klick

 
Das Cover zeigt zwei Jugendliche, offensichtlich Lena und Cay, ansonsten ist das Cover in blau-Tönen gehalten. Ich finde es etwas schade, dass die beiden abgebildet sind denn ich hab sie mir beim lesen anders vorgestellt und finde es immer etwas schade wenn man vom Cover schon so festgelegt wird. Was mir aber sehr gut gefällt, sind die (Irr)lichter rund um die Schrift herum. Den Zusammenhang versteht man zwar erst während des Lesens aber es passt wirklich sehr gut.
Die Toten hatten die beste Aussicht von allen.
 

Lena ist zwar kein völlig durchschnittliches Mädchen aber sie ist bis sie Cay kennenlernt eher unauffällig und hält sich im Hintergrund auf. Wie sich das für eine Jugendliche gehört hat sie in der Schule eine Rivalin, Luise, die ihr das Chemie-Stipendium vor der Nase wegschnappen und ihr das Leben zur Hölle machen will. Doch auch wenn Lena sehr um ihre verstorbene Großmutter trauert, steht sie nicht alleine da. Ihr bester Freund Mike steht ihr zur Seite und ist immer für sie da, auch wenn Lena sehr wenig Zeit mit ihm verbringt. Ihre Hauptpriorität besteht nämlich darin, in der Schule gute Noten abzuliefern. 

Lena liebt Chemie und will unbedingt ein Stipendium für eine Universität bekommen, wofür sie einen speziellen Chemie-Kurs in der Schule besuchen muss. Dieser wird von niemand anderem geleitet als dem geheimnisvollen Cay, in den sie sich gegen jegliche Vernunft verliebt und der ihre Gefühle zu erwidern scheint. 

Neben all dem streitet Lena sich andauernd mit ihrer Mutter, die überhaupt nichts von Cay hält, und Lena dazu bringen will dass sie nicht mehr um ihre Großmutter trauert. Denn Lena versucht ein Projekt fertigzustellen, das ihre Großmutter in ihre Hände gelegt hat. Dieses Projekt hat etwas mit seltenen Pflanzen zu tun und bringt so einiges ins Rollen, womit Lena wohl niemals vorher gerechnet hätte.

 

Lena trauert sehr um ihre verstorbene Großmutter und versucht für sie ein Buch voll mit Pflanzennamen zu ergänzen. Dies war sozusagen ihr letzter Wille bevor sie starb und Lena klammert sich daran fest um weiterhin ein Verbundenheitsgefühl mit ihrer „Gromi“ zu haben. Als sie eines Nachts ein Irrlicht im Wald sieht und diesem zu einer besonderen Pflanze folgt, verändert sich alles nach und nach. Denn Lena ist dort nicht alleine, nein, sie sieht in diesem Wald zum 2. Mal den geheimnisvollen Cay, der zudem kurz darauf auch noch der Leiter des Chemiekurses wird. Doch sind das alles nur Zufälle oder gibt es eine Verbindung zwischen den Ereignissen, die Lena noch nicht erkannt hat?

„Ich frage mich nur, ob es richtig ist, nichts mehr an sich heranzulassen, nur weil man seine Ziele nicht gefährden will.“ – Pos. 896

Das ist aber nicht Lenas einziges Hobby. Außergewöhnliche Hobbys kennt man ja auch schon aus anderen Büchern. So zockt Augustus Waters mit dem blinden Isaac Computerspiele, Harry Potter spielt Quiddich und Lena aus „Unendlich – Seelenmagie I“ liebt Chemie. Findet ihr verrückt? Finde ich auch. Ich bin ja mehr der Quiddich-Typ… Nichtsdestotrotz geht Lena voll und ganz auf in chemischen Experimenten und sie tut alles um ihr Stipendium zu bekommen. Doch dass Cay sie so davon ablenkt, hätte sie wohl nicht für möglich gehalten.
„Nichts ist unmöglich. Es erscheint nur so, bis man einen Weg findet, es doch zu tun.“ – Pos. 1529

Es kommt wie es kommen muss, Lena und Cay verlieben sich ineinander und Mike, ihr bester Freund, findet das nicht so toll. Was mir wirklich ausgesprochen gut an dem Buch gefallen hat ist, dass Mike nicht verliebt zu sein scheint. Ich hoffe dass das auch in den nächsten Teilen so bleiben wird denn das fände ich doch etwas zu vorhersehbar und wirklich schade. Ich kenne es selbst sehr gut wie es ist wenn man als Mädchen einen besten männlichen Freund hat und kann Lenas Verbundenheit mit ihm absolut nachvollziehen. Umso trauriger finde ich es natürlich, dass sie Mike immer mehr vernachlässigt.

Die Sehnsucht,
Cay wiederzusehen und sich endlich ihre Gefühle für ihn einzugestehen,
schnürte ihr beinahe die Luft ab. –
Pos. 3873

Die Liebesgeschichte zwischen Lena und Cay ist holprig – jedoch keineswegs holprig geschrieben sondern nur deswegen holprig weil Lena sich ihre Gefühle nicht eingestehen will und dagegen ankämpft. Cay macht es ihr aber nicht leicht und hält sich nicht von ihr fern, wie es sein Status als Kursleiter eigentlich erfordern würde.  
Leider entschied das Herz, wen man liebte, nicht der Verstand. – Pos. 3905 

Doch Cay hat einige Geheimnisse, die Lena nach und nach herausfindet. Er ist ein Magier und das Zusammenleben mit ihm voller Hürden. Lena lässt sich immer mehr auf ihn ein und vertraut ihm blind, übersieht dabei aber die offensichtlichen Ungereimtheiten. 
„Ich habe noch nie verstanden, warum jemand unsterblich sein will. Es ist doch furchtbar, wenn alle um einen herum altern und sterben und nur man selbst bleibt übrig.“ „Dazu muss man nicht unsterblich sein.“ – Pos. 2770

Auch wenn einige Stellen teilweise etwas vorhersehbar für mich waren habe ich das Buch sehr gerne gelesen und freue mich auch schon auf die Fortsetzung. Leider muss ich mich dafür noch ca ein Jahr lang gedulden, was mir nicht so leicht fällt. Ich kann mir auch gut vorstellen, in der Zwischenzeit in andere Bücher von Alana Falk hineinzuschnuppern.

„Ich will bei dir sein, egal, was es mich kostet.“ […] „Nein. Du kannst das nicht entscheiden, wenn du den Preis nicht kennst.“ – Pos. 8079

Ich habe Lena und Cay ins Herz geschlossen und vergebe 4 von 5 Sternen.
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Alana Falk lebt mit ihrem Mann in München und arbeitet als
Übersetzerin. Liebesgeschichten in allen Formen, mit oder ohne Fantasy,
faszinieren die Autorin besonders. Schon als Teenager dachte sie sich
eine Herzschmerzgeschichte nach der anderen aus, schrieb sie jedoch nie
auf. Erst mit 28 begann sie ernsthaft mit dem Schreiben. Außer
Paranormal Romance schreibt sie auch noch erotische Liebesromane unter
ihrem Pseudonym Emilia Lucas.
Zu ihrer Trilogie, die ab Sommer 2014
bei Bookshouse erscheint, inspirierte sie unter anderem ein verlassenes,
schmiedeeisernes Tor mitten in der Wildnis.

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