Amy Crossing – Raum 213, Arglose Angst [Rezension]

Titel: Raum 213 – Arglose Angst
Autor: Amy Crossing
Genre: Thriller | Jugendbuch
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: Loewe
Seiten: 176
erhältlich als: Broschiert, eBook
Reihe: ja, 2 | ?

„Die Eerie High sieht auf den ersten Blick aus wie eine normale Schule,
doch ein Zimmer ist das personifizierte Böse: Raum 213. Jeder, der
diesen Raum betreten hat, musste die Hölle durchleben – oder hat es
nicht überlebt! Madison kann ihr Glück kaum fassen: Sie ist auf eine
exklusive Party eingeladen, auf der auch ihr großer Schwarm Elijah sein
wird! Aber die Party findet in Raum 213 statt – und jeder weiß, dass in
diesem Raum unheimliche und lebensgefährliche Dinge passieren können.
Madison geht das Risiko ein und rutscht schnell von der Party ihres
Lebens in einen unfassbaren Albtraum.“ [Quelle:klick

Am Cover kann man sehr gut erkennen, dass es sich hierbei um einen Teil einer Reihe handelt denn Teil 2 ist vom Design her identisch zu dem Cover von Teil 1. Alleine die Farben sind unterschiedlich denn „Raum 213, Arglose Angst“ ist in Rot-Tönen gehalten, wohingegen Teil 1 in Blau-Tönen erstrahlte. Das Design gefällt mir sehr gut, auch wenn es eher fröhlich als bedrohlich wirkt und somit nicht unbedingt sofort der Eindruck entsteht, dass es sich hierbei um einen Thriller handelt.

Wie schon im ersten Teil der Reihe befinden wir uns an der Earie High School und lernen nach und nach eine Gruppe Jugendlicher kennen, allen voran unsere Hauptprotagonistin Madison. Madison ist ein ganz normales Mädchen mit ganz normalen Problemen: Wie kriegt sie Elijah, den Jungen in den sie schon lange verliebt ist, endlich dazu sie zu beachten? Mag er sie vielleicht auch? Und wie kann sie ihrer Widersacherin Trisha am besten aus dem Weg gehen? Wer kennt das nicht aus seiner Schulzeit, dass es die beliebten Schüler gibt und diejenigen, die stets im Hintergrund bleiben. Der Leser bekommt schnell die Rangordnung in der Earie High präsentiert: Trisha und Jess, zwei beste Freundinnen, die sich unwiederstehlich finden und alle schikanieren. Elijah, der Junge, in den alle Mädchen vernarrt sind und der für Madison unerreichbar zu sein scheint. Und schließlich unsere Madison und ihre beste Freundin Heather, für die sich das Blatt jedoch schnell wendet. 

Denn Madison findet an ihrem Spind eine Einladung zu einer geheimen Party in Raum 213. Da sie hofft, Elijah dort näher kommen zu können, begibt sie sich trotz aller furchteinflößenden Geschichten über Raum 213 auf diese Party und dort erwartet sie ein wahrer Alptraum. Denn wenn die Tür einmal geschlossen ist, dann bleibt sie es und der Raum entwickelt ein schreckliches Eigenleben. Eine lebensverändernde Nacht beginnt, die nicht nur Madison an den Rand ihres Verstandes treibt. Und nicht jeder wird diese Nacht überleben.

Direkt nachdem ich Teil eins dieser neuen Jugendthriller-Reihe gelesen hatte, begann ich mit diesem zweiten Teil. Meine Rezension zu Teil eins, findet ihr hier: Raum 213 – Harmlose Hölle

Mir gefällt auch bei diesem Teil sehr gut, dass wir direkt mit ordentlich Spannung starten. Die Sozialgefüge rund um Madison werden schnell klar, sodass ich mich sehr gut in Madison hineinversetzen konnte. Sicherlich ist ihre Schwärmerei für Elijah für manche Leser zu kitschig oder übertrieben, ich fand es aber absolut authentisch und für mich gehört sowas auch zu einem Jugendbuch dazu. Allerdings ist zumindest die Liebesgeschichte ziemlich vorhersehbar. Das kann man aber vom Rest der Story nicht unbedingt behaupten.

Die Geschichte nimmt rasant an Spannung zu als Madison zu Fuß zur Schule läuft weil sie den Bus nicht mehr bekommt. Da trat bei mir dieser typische Horror-Film-Effekt auf, wo man genau weiß dass der Mörder im Dachgeschoss lauert und man den Fernseher anschreien will „NEIN, geh da nicht hoch!“.
Auch in Raum 213 selbst wird es schnell gruselig und man rätselt mit was da wohl in Wirklichkeit passiert. 

An einigen Stellen im Buch bekommen wir Einblicke in die Gedankenwelt desjenigen, der zu dieser gruseligen Party eingeladen hat. Aber um wen handelt es sich dabei? Ist es jemand, den wir kennen oder ist es jemand, der noch gar nicht in Erscheinung getreten ist? Werden wir es herausfinden? Ist es vielleicht jemand, den wir aus dem ersten Teil kennen? 

„Raum 213, Arglose Angst“ wirft wieder sehr viele Fragen auf und das schneller als man Fragen beantwortet bekommt. Das macht das ganze meiner Meinung nach auch so spannend. Man bleibt stets ein Bisschen im Unklaren und will unbedingt mehr wissen, den Dingen auf den Grund gehen. 

Die Geschichte in sich ist stimmig, wie ich finde. Was ich bei Teil 1 noch kritisiert habe, nämlich dass ich gerne mehr Informationen über die einzelnen Charaktere erhalten hätte, kann ich hier nicht wiederholen. Ich finde die Charaktere diesmal ausreichend ausgearbeitet – bis auf den rätselhaften Hausmeistersohn Mason, der scheinbar sein ganzes Leben lang 8 Jahre alt bleibt. Was hat es damit auf sich? Werden wir das je erfahren? Und hat das auch etwas mit den seltsamen Ereignissen in Raum 213 auf sich? 

Ich frage mich wirklich, wie das ganze am Ende aufgelöst werden wird und was es mit diesem Raum auf sich hat und gleichzeitig hoffe ich inständig, dass Amy Crossing es überhaupt aufdecken wird. Was meint ihr? 

Ich will nicht zu viel verraten aber ich finde diesen zweiten Teil noch spannender als Teil 1 und vergebe deswegen auch gerne 5 von 5 Sternen! Ich freue mich schon jetzt auf die weiteren Teile und hoffe, dass wir endlich mehr über diesen Raum erfahren. Die Spannung steigt!



Mit einem Klick auf das Bild kommt ihr zu meiner Rezension von Teil 1:



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.