Max Bentow – Der Federmann [Rezension]

Titel: Der Federmann
Autor: Max Bentow
Genre: Psychothriller
Erscheinungsjahr: 2013
Verlag:Goldmann
Seiten: 416
erhältlich als: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

„Als der Berliner Kommissar Nils Trojan an den Schauplatz eines Mordes
gerufen wird, erwartet ihn eine grausame Inszenierung: Der jungen Frau
wurden die Haare abgeschnitten, ein zerfetzter Vogel ist auf ihrem
Körper platziert. Trojan und sein Team sind entsetzt, doch noch während
sie die ersten Ermittlungen einleiten, ereignet sich ein zweiter Mord:
Wieder hatte das Opfer lange blonde Haare, und wieder hinterlässt der
Federmann einen makabren Gruß in Gestalt eines toten Vogels. Unterstützt
von der Psychologin Jana Michels macht sich Trojan an die Lösung des
Falls – und befindet sich unvermittelt auf einer Reise in die tiefsten
Abgründe einer kranken Seele.“ [Quelle:klick]

Max Bentow lernte ich im Sommer 2013 bei seiner Lesung im Rahmen der Crime Cologne kennen und dort konnte er mich sofort überzeugen. Vorher hatte ich noch nichts von ihm gehört. Da mir sein Schreibstil auf Anhieb gut gefiel und auch er als Autor symphathisch war, beschloss ich mit dem ersten Teil der Nils Trojan-Reihe anzufangen. Wie ihr seht hat sich das Lesen dieses Buchs jedoch ziemlich verzögert. Jetzt hab ich es aber endlich geschafft.

Nils Trojan lernen wir als jemanden kennen, der für die Polizei arbeitet, eigentlich jedoch gar nicht gut zurecht kommt mit seinem Job. Denn dieser Job ist nicht einfach nur eine Arbeit sondern etwas, was sein Leben komplett einnimmt. Sein Handy klingelt andauernd, immer ist er auf dem Sprung und die Erlebnisse, die er tagtäglich erfährt, verfolgen ihn bis in den Schlaf. Es scheint als ob Nils Trojan nie wirklich zur Ruhe kommen kann. Die einzigen Stunden in der Woche, in denen er sich wirklich wohl fühlt, sind die Sitzungen bei seiner Therapeutin Jana, für die Nils schnell auch mehr empfindet. 

Doch gerade als Nils erste Annäherungsversuche gegenüber Jana beginnt, wirft ihn ein neuer Mord – der sich schnell zur Mordserie ausweitet – völlig aus der Bahn. Immer wieder werden völlig entstellte Frauenleichen mit leeren Augenhöhlen und einem Vogel als „Markenzeichen“ gefunden. 

„Der Federmann“ nimmt sehr schnell an Fahrt auf und kann über die ganze Lesedauer die Spannung halten und gegen Ende noch mal gut steigern. An und für sich ist die Idee einer Mordserie als Thriller-Thema nichts Neues, jedoch kommt zu keinem Zeitpunkt während des Lesens Langeweile auf. Nils Trojan hat einen sehr eigenen Charakter, der dem Buch seine Würze verleiht und den Leser an einigen Stellen auch mal schmunzeln lässt. 

Mir gefällt es bei Thrillern immer gut wenn man mehr über die Charaktere erfährt und sich nicht alles nur auf einer blutrünstigen Ebene bewegt, bei der die Protagonisten austauschbar wären. Max Bentow hat genau dies beim „Federmann“ wunderbar geschafft.

Über das Ende möchte ich nichts verraten, das solltet ihr selber herausfinden. Ich kann nur sagen: Ihr werden den „Federmann“ nicht beiseite legen wollen und zumindest mich hat das Ende auch sehr gepackt!

Demnach vergebe ich gerne 5 von 5 Sternen und freue mich schon auf die Fortsetzung, die ich sicher auch in Kürze lesen werde!

PS: Ich finde Max Bentow hat einen ähnlichen Schreibstil wie Paul Cleave, den ich auch sehr empfehlen kann. Vielleicht wollt ihr ja auch bei ihm mal reinschnuppern.

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