Kim Karr – Crazy in love – Gefährlich verliebt [Rezension]

Titel: Crazy in love – Gefährlich verliebt
Autor: Kim Karr
Genre: Roman | Erotik
Erscheinungsjahr: 2013 (als Taschenbuch 2014)
Verlag: Ullstein eBooks
Seiten: 416
erhältlich als: E-Book, ab 2014 als Taschenbuch

„Wenn ein Augenblick alles verändert …
Als Dahlia und River sich küssen, steht die Welt still. Kurz nach dem leidenschaftlichen Kuss ist Dahlia jedoch verschwunden. Was River nicht weiß: Dahlia ist vergeben und möchte ihren Freund Ben auf keinen Fall verlieren. Doch zwei Jahre später passiert genau das. Dahlia fällt in ein schwarzes Loch. Monatelang ist sie wie gelähmt. Bis sie den Auftrag erhält, Fotos von einem aufstrebenden jungen Sänger zu machen. River Wilde ist inzwischen ein umschwärmter Rockstar, aber den Kuss hat er nie vergessen …“ [Quelle:klick]

Eigentlich lese ich lieber Thriller als Liebesromane, ziehe die Spannung und das Nägelkauen dem Kitsch und Happy End vor. Die Leseprobe von „Crazy in love – Gefährlich schön“ gefiel mir aber sehr gut und die Geschichte versprach spannend zu werden.

In „Crazy in love“ geht es um Dahlia, eine junge Frau die schon seit sie denken kann mit Ben zusammen und auch glücklich mit ihm ist. Ben ist der perfekte Mann für sie und ihre Liebe entsprang einer tiefen Freundschaft. Er ist der einzige Mann in ihrem bisherigen Leben und so wird sie an einem Halloween-Abend völlig aus der Bahn geworfen als sie River in einem Club begegnet. Nur widerwillig ist sie auf eine Party geraten, auf die sie eigentlich keine Lust hat. Doch als sie River zum ersten Mal sieht ist es schon um sie geschehen – auch wenn sie sich das ungern eingesteht und schnellstmöglich das Weite sucht.

Dahlia versucht ihr Leben, so wie sie es kannte, weiter zu führen und es gelingt ihr eine ganze Zeit lang auch gut. In ihrem tiefsten Inneren weiß sie aber immer, dass es da diesen einen Mann gab, von dem sie niemals loskommen kann.

Als 2 Jahre nach dieser Begegnung Dahlias Langzeitfreund Ben in eine Schießerei gerät und sie plötzlich alleine da steht, bricht ihre ganze Welt zusammen und sie glaubt, sie kann ohne Ben nicht mehr weiterleben. Lange Zeit verfällt sie in Depressionen und kapselt sich von der Außenwelt ab. Solange, bis sie nach einer langen Trauerphase den Job aufgetragen bekommt, nach Las Vegas zu fliegen und mit River ein Interview und Fotoshooting zu führen. River, der mittlerweile ein bekannter Rockstar ist, sie jedoch niemals vergessen hat.

Was an dieser Stelle der Story kommt ist dem Leser schon früh klar: River und Dahlia sind „crazy in love“. Natürlich hat River den Kuss zwischen den beiden niemals vergessen und seine Liebe zu ihr ist ungebrochen. Die beiden stürzen sich in eine Affäre die für Dahlia sehr unerwartet in eine Beziehung übergeht.

Bis zur Mitte des Buchs war die Geschichte also für mich ziemlich vorhersehbar. Der Schreibstil von Kim Karr gefiel mir aber gut, es war einfach  zu lesen und die eingestreuten Sex-Szenen erfüllten meine Erwartungen.

Ich finde Sex-Szenen in Büchern oft schwierig weil sie meiner Erfahrung nach oftmals überzogen dargestellt werden und in Wiederholungen verfallen. Hier finde ich die richtige Wortwahl enorm wichtig damit man als Leser nicht in Fremdscham versinkt. Ich denke nicht, dass ich da prüde bin aber bei Büchern dieses Genres achte ich wirklich sehr darauf und kann solche Szenen nicht ernst nehmen wenn sie zu übertrieben wirken.

Als Dahlia und River sich wiedersehen und sich erneut verfallen steigern sich diese Sex-Szenen logischerweise noch mal ein gutes Stück. Dabei bleibt es aber immer abwechslungsreich und nicht zu abgedroschen. Einige Wiederholungen kamen für mich persönlich etwas zu oft vor aber das ist natürlich Geschmackssache.

Die Story ist – was mir persönlich sehr gut gefallen hat – jedoch nicht vorbei als Dahlia und River sich wieder vereinen. Im Grunde fängt sie da erst richtig an und hält auch noch einige Überraschungen bereit. Diese möchte ich aber natürlich nicht vorweg nehmen. Ich hätte nicht erwartet, dass noch Wendungen kommen, die ich nicht vorhergesehen habe, wurde aber eines Besseren belehrt, was mich positiv überrascht hat.

Das Ende gefällt mir persönlich besonders gut, da wir dort noch einige Dinge aus Rivers Sicht erleben, was dem ganzen eine sehr gelungene Abwechslung verleiht.

Alles in Allem war „Crazy in love“ kein absolutes Must-Read für mich, hat mich aber dennoch positiv überrascht und ab ca. der Hälfte noch mal gut an Fahrt aufgenommen.

Es sei noch kurz erwähnt, dass ich die E-Book Version dieses Buchs gelesen habe, die im November 2013 erschienen ist. „Crazy in love“ erscheint im Februar 2014 allerdings auch noch mal im Taschenbuch-Format und wird eine Reihe sein. Dies ist der erste Teil und die Fortsetzung wird auch für 2014 erwartet.

Ich vergebe an Teil 1 dieser Reihe 3 von 5 Sternen!

Ich möchte mich hiermit auch ganz herzlich bei Ullstein und bei Vorablesen für das Rezensionsexemplar bedanken! 

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