Liz Jensen – Die da kommen [Rezension]

Titel: Die da kommen 

Autor: Liz Jensen
Genre: Thriller
Erscheinungsjahr: 2013 
Verlag: DTV
Seiten: 320
erhältlich als: Taschenbuch, E-Book

„Ein siebenjähriges Mädchen tötet seine Großmutter auf brutale Weise. Ein tragischer Einzelfall, sagen die Experten. Doch sie täuschen sich. Überall auf der Welt kommt es zu grausamen Gewalttaten, die Kinder gegen ihre Familien verüben.

Der Anthropologe Hesketh Lock hat zunächst ein ganz anderes Rätsel aufzuklären. Hesketh ist ein »Troubleshooter«: weltweit wird er zur Aufklärung interner Skandale in globalen Unternehmen eingesetzt. Sein aktueller Fall führt ihn nach Taiwan. Hesketh entdeckt als Erster ein Muster in den sich häufenden Fällen von schwerer Industriesabotage und den Attacken von Kindern gegen Erwachsene, die wie zwei Epidemien den ganzen Erdball erfassen. Wer sind die geheimnisvollen »sie«, von denen immer wieder die Rede ist? Sind »sie« die treibende Kraft hinter den dramatischen Ereignissen?“
[Quelle:klick]
„Die da kommen“ ist das erste Werk, das ich von Liz Jensen gelesen habe. Leider muss ich sagen dass es sehr wahrscheinlich auch das letzte bleiben wird. 
Schon nach den ersten Kapiteln hatte ich das starke Bedürfnis, das Buch einfach wegzulegen und es nicht zu Ende zu lesen. Dazu sei gesagt, dass ich das sogut wie nie tue. Da die Geschichte an sich eigentlich eine sehr vielversprechende ist, habe ich mich auch dazu aufraffen können bis zur letzten Seite zu lesen. Die ganze Handlung hat mich überhaupt nicht gefesselt und ich habe dieses Buch nur aus Prinzip bis zum Schluss gelesen. Meiner Meinung nach verdienen Bücher die Chance, sich im Laufe der Geschichte zu entwickeln, und ab und zu schaffen Bücher es dann auch mich noch richtig in ihren Bann zu nehmen. „Die da kommen“ gehörte leider absolut nicht zu dieser Sorte.
Es ist wie ein Grill ohne Grillanzünder: Man hofft die ganze Zeit über, dass der Funke überspringt und dann geht man doch hungrig ins Bett weil es nicht gezündet hat. 
Beim Lesen erlebt man die Geschichte durch die Augen der Hauptperson Hesketh, der unter dem Asperger Syndrom leidet und dementsprechend sogut wie keine sozialen Fähigkeiten besitzt. Leider wirkt durch die Emotionslosigkeit Heskeths‘ die eigentlich dramatische Entwicklung der Geschichte komplett distanziert und uninteressant. Ich konnte mich weder in Hesketh hineinversetzen, noch mich ansatzweise mit ihm identifizieren. 
Auch wenn Hesketh als „Roboter aus Fleisch“ betitelt und dargestellt wird hätte man sicherlich dem Leser die Geschichte leidenschaftlicher näherbringen können. Es wirkt für mich alles so als hätte die Autorin selbst keine Lust auf dieses Buch gehabt und das finde ich wirklich schade. 
Die Wendungen, die eigentlich viel Potential geboten hätten, werden ohne jegliche Spannung runtergeleiert und berührten mich zu keinem Zeitpunkt.
In meinen Augen ist die Bezeichnung Thriller hier völlig übertrieben und zu gut gemeint.
Ich spreche diesmal leider keine Leseempfehlung aus und gebe wohlwollend 1 von 5 Punkten.

mein Fazit:

Spannung: 1/10
Durchschaubarkeit: 10/10
Ekel: 0/10
Humor: 0/10 

2 Gedanken zu „Liz Jensen – Die da kommen [Rezension]

  1. hach, ich hasse es, wenn bücher als thriller betiteln werden und dann bestenfalls ein mittelmäßiger krimi sind. kann deine enttäuschung verstehen und hätte wahrscheinlich selbst nicht zu ende gelesen.

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